Resilienz – was ist gemeint?

Kommt der Begriff ursprünglich aus der Werkstoffkunde, wird er in der Psychologie für die psychische Widerstandskraft genutzt. Gemeint ist hier, wie gehen wir individuell, in Teams und in Organisationen mit Herausforderungen, Widrigkeiten, Stressbelastungen des Lebens oder im Arbeitskontext um.

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Resilienz

Zunehmend wird der Begriff jedoch in der Psychologie genutzt und auf die menschliche Psyche bezogen. Es gibt keine einheitliche Resilienzdefinition. Hier ist die psychische Widerstandskraft gemeint, also wie gehen wir individuell oder in Organisationen mit Widrigkeiten, Stressbelastungen des Lebens oder im Arbeitskontext um.

Wie bewältigen und verarbeiten wir unsere Herausforderungen ohne langfristigen Schaden? Oder gehen sogar für nächstes Handeln gestärkt daraus hervor?  Hier ist die Resilienz eine Schlüsselfähigkeit, mit der es gelingen kann, Krisen- und Stresssituationen erfolgreich zu meistern.

Bringt auch jeder seine ganz individuell ausgeprägte Resilienzkompetenz mit, so ist es allen möglich diese zu trainieren um sie zu stärken. So gelingt es besser mit Turbulenzen und Widrigkeiten umzugehen. Durch Stärkung unserer Potentiale kommen wir in die Lage, unsere Stressoren, Niederlagen und Schicksalsschläge zu meistern.

„Die Welt der menschlichen Freiheiten besteht in der
Wahl der Einstellung zu den Dingen.“
– Victor Frankl

Wasser See Füße

Was bringt Ihnen eine Stärkung Ihrer individuellen Resilienz? 

  • Sie können flexibler mit Herausforderungen umgehen
  • Sie kommen in die Lage, sich schneller Veränderungen anzupassen
  • In stressigen Situationen gelingt es Ihnen besser mit Ihren Ressourcen hauszuhalten
  • Sie entwickeln Ihre Selbststeuerungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Es gelingen Ihnen Selbst- und Zeitmanagement besser
  • Sie ermöglichen es, sich und andere achtsamer wahrzunehmen
  • Es stärkt Ihren Umgang mit Unsicherheiten.
  • Sie können Ihr Leben mehr nach Ihren Werten leben und so sinnvoller erleben

Ich arbeite mit den Sieben Säulen der Resilienz

(Basiert auf Modell Dr. Franziska Wiebel, angepasst von Sebastian Mauritz)

Es besteht aus den vier Grundhaltungen: 
Akzeptanz, Gesunder Optimismus, Lösungsorientierung, Bindung
und drei Praktiken:
Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Selbstwirksamkeit

Team-Resilienz+ Organisationale Resilienz

Warum ist Resilienz in Teams, Unternehmen und Organisationen wichtig?

Die heutige Unternehmenswelt ist unbeständig, unsicher, komplex und mehrdeutig. Das bringt große Herausforderungen mit, soll es gelingen auf dem Markt mithalten zu können. Flexibilität, Anpassung und ständige Weiterentwicklung sind absolut gefragt.

Mit Organisationaler Resilienz kann auf diese Anforderungen so reagiert werden, dass Veränderungen integriert werden, statt in eine Krise zu führen. Mitarbeitende werden mit in die Veränderungsprozesse einbezogen, Führungskräfte lernen sie belastungsfreier zu managen, um das Unternehmen leistungsstark und effizient zu behalten.

Resilienz im Unternehmen bezieht sich auf zwei Faktoren. Erstens auf agile Organisationsstrukturen und zweitens auf die innere Haltung und einen resilienten zwischenmenschlichen Umgang. Das gilt für die Führungsebene, wie für Teams und einzelne Mitarbeitende. So kann es Organisationen gelingen, sich für Krisen zusätzliche wertvolle Ressourcen zu schaffen.

Resilienz zeigt einen Weg zu einer guten Unternehmensstruktur auf, die agiler und flexibler auf Veränderungen reagieren und so für die Zukunft besser gewappnet ist.

Baum

Was gehört zur Organisationalen Resilienz?

2017 wurde von der Internationalen Organisation für Normung mit der ISO 22316 eine Norm zu Organisationaler Resilienz veröffentlicht.

Sie gibt mit neun Elementen einen Rahmen vor, um mit einem koordinierten Ansatz in Organisationen systematisch Resilienz aufzubauen und zu fördern.

1. Geteilte Vision und Klarheit über den Unternehmenszweck

2. Umfeld verstehen und beeinflussen- intern+ extern, um mehr Flexibilität ins Unternehmen zu bringen

3. Unterstützende Führungskräfte- Führungskultur, die ermutigt mit Scheitern und Unsicherheit umzugehen

4. Resilienz fördernde Unternehmenskultur- Verankerung von Werten, Zielen und einer positiven Haltung

5. Teilen von Informationen und Wissen- Entscheidungsfindung in Teams, Lernen aus Erfahrungen, um Werte und Unternehmensziele gemeinsam zu verfolgen

6. Verfügbarkeit von Ressourcen- um schnell Anpassung zu ermöglichen

7. Koordinierte Managementbereiche entwickeln- um strategische Werte und Unternehmensziele individuell wie kollektiv voranzubringen

8. Förderung von kontinuierlicher Verbesserung- Evaluieren, Lernen aus Erfahrungen und Chancen nutzen

9. Flexibilität durch Fähigkeit- Veränderungen frühzeitig zu erkennen, vorzubereiten und  zu managen